Urlaubsurlaub in Malaysia – Kuala Lumpur

Nach unserem Aufenthalt im Kloster sind bereits fast 2 Monate in Thailand rum. Das hieß für uns, dass das Visa ausläuft und wir ausreisen müssen. Wir hätten gut nach Japan, Taiwan oder sonst ein Land fliegen können. Da wir uns im Dezember aber schon mit Illya in Bangkok treffen wollen, haben wir nur knapp zwei Wochen. Ein Kurztrip im Langzeiturlaub – schon etwas surreal. Naja, so haben wir uns für die günstigste und nächste Alternative entschieden und das ist von Surat Thani in Thailand aus Kuala Lumpur im südlich angrenzenden Malaysia. Als muslimisch geprägtes Land war es für uns außerdem noch interessant, weil es mal einen Ausgleich zu dem ganzen Buddhismus der letzten Wochen geben könnte.

Unsere Erwartung ausgehend von Thailand waren zunächst, dass wir in ein weiteres asiatisches Land kommen, das ähnliches Klima, ähnliches Essen und ähnliche Menschen hat. Aber nö. Im Reiseführer stand schon, dass Malaysia als das Land in Südostasien gilt, das am einfachsten zu bereisen ist. Nach unserem ersten Eindruck in Kuala Lumpur können wir dem nur zustimmen. Die Stadt wirkt zwar so groß und vollgepackt wie Bangkok aber bei weitem nicht so chaotisch.

Es war erstmal unkompliziert einzureisen und das kostenlose 3-Monats-Visum fühlt sich schon mehr nach einem Willkommensgeschenk als eine Einreisebestimmung an. Genauso unkompliziert ist es sich innerhalb der Stadt zu orientieren und über öffentliche Verkehrsmittel herum zu kommen. Nach dem Sprachenschock in Thailand ist es eine echte Wohltat, wenn es möglich ist, mit den meistens Menschen zumindest auf einfachem Niveau zu kommunizieren (Yes, in English :)). Es macht gleich wesentlich mehr Spaß eine Kultur kennenzulernen, wenn man tatsächlich mit den Leuten mehr austauschen kann als: „Wieviel kostet das?“.

Kuala Lumpur hinterlässt bei uns dazu noch einen sehr aufgeräumten, sauberen und sicheren Eindruck. Fast schon vergleichbar mit europäischen Städten. Wir haben uns schnell ins Getümmel gestürzt und am ersten Abend unter anderem auf der lokalen Fressmeile in der Nähe von unserer Unterkunft gegessen. Sehr lecker, aber wie immer gilt, wer zu den touristisch sehr beliebten Plätzen geht, bezahlt sehr wahrscheinlich auch „Touristenpreise“. Ein gutes Essen am normalen Straßenstand kostet hier zwischen 4 und 8 RM (Ringgit) was in etwa 1 bis 2€ entspricht. Dort haben wir gleich mal 12 RM pro Person bezahlt und das war auch nur die untere Grenze für ein einfaches vegetarisches Gericht mit Reis.

Den nächsten Tag haben wir eine Rundtour durch KL gemacht und neben Little India und Chinatown auch den Ausblick vom KL Tower genossen. Letzterer war völlig überteuert für malaiische Verhältnisse, aber gut, wenn Geld nur auf dem Konto liegt, ist es auch nichts wert.

Nächster Stop: Natur in den Cameron Highlands.

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2 Kommentare

  1. Hallö! Schön, dass es euch gut geht im „Urlaub“ 😉 Wie es nicht anders sein könnte, kommt von mir natürlich die Frage nach den Verkehrsmitteln: Habt ihr zufällig den Zug genommen nach Kuala Lumpur? Und wenn ja wie war der? Und natürlich würde mich auch die ÖPNV-Situation dort interessieren..genauso katastrophal wie in Bangkok? Liebe Grüße!

    • Hey Martin,
      wir sind von Sura Thani nach Kuala Lupur geflogen. Das war zu der Zeit der billigste Flug im Angebot, den wir kriegen konnten. Wir hatten ja nur 2 Wochen Zeit und die wollten wir nicht mit ewig langen Transportzeiten vergäuden.
      Vom Flughafen geht ein sehr schneller (und teurer) Zug direkt in die Innenstadt. Ein mal umsteigen und zwei Stationen mit der Monorail-Bahn und schon standen wir quasi vor der Haustür vom Hostel. Der ÖPNV ist schon mal viel besser verständlich als in Thailand, weil du die Buchstaben lesen kannst. Außerdem ist das meiste zusätzlich auf Englisch geschrieben. Es gibt Busse, Taxis und – bei uns sehr beliebt – die Hochbahnen. Die sind von 3 unterschiedlichen Unternehmen, sodass man beim Umsteigen immer wieder bezahlen darf. Aber sie fahren alle sehr leise und sind sehr modern. Es gibt sogar Sicherheitstüren, damit die Passagiere vom Bahnsteig nicht aufs Gleis fallen können. Die sind aber permanent offen und so wenig zielführend. Wir sind eben doch in Asien 🙂

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